Grabbe-Gymnasium Detmold

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2011


Wir sind Westfalenmeister

Grabbe-Tennis-Team nicht zu stoppen

Von Wilhelm Michael (Text & Foto)

Während die Bezirksmeisterschaft mit hauchdünnem Vorsprung unter Einsatz letzter Kraftreserven erkämpft und erzittert wurde, glich das Finale um den Westfalenmeistertitel eher einer lockeren Trainingseinheit, die  fünf Grabbianer mit klarer Überlegenheit auf der Anlage des THC Münster zelebrierten. Bereits nach den Einzeln führte die Grabbe-Mannschaft uneinholbar mit 4:0. Bei den Doppeln gab es eine Punkteteilung, so dass sich das Pascal-Gymnasium Münster mit 5:1 geschlagen geben musste. Für die insgesamt solide mannschaftliche Geschlossenheit sorgten Justus Römer, Max Schreiber, Jan Schaffeld, Louis Weßels und Marlon Gerstenberg von links). Das Quintett tritt noch vor den Sommerferien hoch motiviert und gut vorbereitet in Wülfrath gegen das Lessing-Gymnasium Düsseldorf an, um den Landesmeister zu ermitteln und sich zugleich für das Bundesfinale in Berlin zu qualifizieren.






Wir sind Bezirksmeister

Dramatik und sportliches Niveau - Max Schreiber wehrt sieben Matchbälle ab

Von Wilhelm Michael (Text und Foto)

Während im vergangenen Jahr das Endspiel um die Bezirksmeisterschaft im Schultennis gegen die Marienschule Bielefeld denkbar knapp verloren ging, erkämpfte sich im Dauerregen das Grabbe-Team auch 2011 ein 3:3, jedoch diesmal mit einem Plus von zwei gewonnenen Sätzen.

Nach relativ kurzer Spielzeit legte Marlon Gerstenberg mit einem ungefährdeten 7:5, 6:2 den Grundstein für den Gesamtsieg. Den weniger erfreulichen Zwischenstand von 0:3 im ersten Satz steckte er locker weg und drehte diesen Rückstand souverän mit zunehmender Sicherheit. Nicht weniger wichtig war die Dreisatzniederlage von Justus Römer, dessen Gegner mit dem extrem aufgeweichten und zerfurchten Platz besser zurecht kam. Seine Kämpfernatur sicherte Justus immerhin den zweiten Satz, der für die Endabrechnung noch große Bedeutung erhalten sollte. Das gleiche Phänomen gilt auch für Louis Weßels, der der Nummer 8 der nationalen Rangliste des Jahrgangs 1997 in einem Spiel auf höchstem Niveau zwar unterlegen war, jedoch ebenso ein 0:3 im zweiten Satz unter Einsatz höchster - wenngleich auch zum Teil unbewusster - taktischer Kunst in ein 6:4 wenden konnte. Ein wahres Meisterstück lieferte Max Schreiber. Ihm gelang es, gegen den wesentlich höher eingestuften Paul Haase im zweiten Satz sieben Matchbälle abzuwehren, wobei er den abschießenden Tie-Break nach einem aussichtslosen 2:6 mit 11:9 für sich entscheiden konnte, um schließlich mit seinem Power-Tennis seinem teilweise demoralisierten Gegner nicht mehr den Hauch einer Chance zu lassen. Sportliches Niveau und Dramatik waren nicht zu überbieten.

Das knifflige Problem der Doppelnominierung löste das Grabbe-Team mit Geschick und natürlich auch Glück. Die Paarung Louis und Max schien theoretisch stärker als das gegnerische Doppel, bestehend aus der Nr.1 und 3. Diese Einschätzung bestätigte die Praxis mit einem ungefährdeten 6:3, 6:4. Justus und Marlon begannen im zweiten Doppel furios und fegten die Gegner im ersten Satz mit 6:1 vom Platz, konnten das hier gezeigte Niveau jedoch nicht halten und mussten sich dem zunehmenden Druck von der anderen Seite beugen.

Die Mannschaft verdient für diese grandiose Leistung großes Lob und Anerkennung. Betont werden muss in diesem Zusammenhang der über die rein sportlichen Fähigkeiten hinausgehende unermüdliche Einsatz, mit dem die Jungen nicht nur den Kontrahenten aus Bielefeld, sondern auch die wetterbedingt unzumutbaren Bedingungen bezwingen konnten. Ein besonderer Dank geht zudem an die Mütter, die nicht nur einfach anwesend waren, sondern in bester Kenntnis ihres Nachwuchses stets das richtige Wort oder die weiterführende Geste in den Dienst des mannschaftlichen Erfolgs gestellt haben.

Ganz im Schatten dieser Meisterschaft steht die Vorrunde, in der sich unser Team vorab in Paderborn für die Finalteilnahme qualifiziert hat. Die Gymnasien Reismann Paderborn und St. Xaver Bad Driburg ermöglichten unseren Strategen ein weniger spektakuläres Training zur Vorbereitung auf den Ernstfall, wozu ohne Wenn und Aber das Landesteilfinale in Emsdetten gezählt werden muss. Ob dann am 29. Juni 2011 eine weitere Leistungssteigerung erreicht werden kann, wird sich zeigen. Das Bezirksfinale hat gezeigt: Nichts ist unmöglich.