Jonas kommt weiter


Jonas Pöld (12), Lesekönig des Grabbe-Gymnasiums im Schuljahr 2005-2006, hat den Wettbewerb in der Stadt Detmold gewonnen. Der Sechstklässler ist damit bester Vorleser der Detmolder Schulen. Nun gehts weiter auf Kreis- und Bezirksebene, und vielleicht schafft es Jonas ja sogar bis in den Landeswettbewerb.

Stadtmeisterschaft in der Tasche

von Marco Schweiger (Text & Fotos)

Der Grabbianer Jonas Pöld hat sich durchgesetzt beim traditionellen Lesewettbewerb, der in Detmold nun schon seit 44 Jahren ausgetragen wird. Der Sechstklässler gewann gegen die besten Vorleser der sechsten Klassen aus den umliegenden Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien.
Eine gute Viertelstunde vor dem Wettbewerb trafen die Lesekönige der verschiedenen Schulen nacheinander ein. Dann, etwa zehn Minuten vorm Wettbewerb, machte sich Lampenfieber und Unsicherheit breit. Auch bei Jonas Pöld. Er berichtete, dass er etwas aufgeregt sei, aber nicht unbedingt gewinnen müsse, weil er einfach nur gerne lese. Er hatte sich für die 3 bis 3½-minütige Lesezeit, die jeder der 20 Teilnehmer hatte, das Buch „Drachen haben nichts zu lachen“ ausgesucht, weil es ein lustiges Buch sei und er Bücher dieser Art am liebsten habe.
Bevor der eigentliche Wettbewerb begann, hielt die Leiterin der Jugendbücherei, Ulrike Rödding, die die Position der Schiedsrichterin einnahm, eine Rede. Sie betonte, dass der Wettbewerb hauptsächlich dazu da sei, die Leselust zu fördern und zu erhalten. Daher gebe es neben dem Gewinner auch keine Verlierer, sondern nur zweite Plätze. Sie stellte noch die Jury vor, in der auch Frau Alhäuser saß, bevor es endlich losgehen konnte.
Als nach anderthalb Stunden alle Schüler vorgelesen hatten, zog sich die Jury zur Zwischenberatung zurück. Am Ende, nach einem unbekannten Text, konnte nur einer der Beste sein. Es war der Grabbianer Jonas Pöld! Der Sohn des Detmolder Organisten Johannes Pöld ist aus dem diesjährigen Lesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels als Sieger hervorgegangen.
Die Jury entschied, dass Jonas sowohl seinen Wahltext als auch den ihm unbekannten Text besser als seine Mitbewerberinnen und Mitbewerber vorgelesen habe. Damit ist Jonas eine Runde weiter. Die Leiterin der Kinderbuchabteilung freute sich über das hohe Niveau an Vorlesekunst, auf dem sich alle Kinder bewegten. Jedem überreichte sie als Anerkennung seiner guten Leistung einen Buchpreis. Jonas erhielt darüber hinaus noch eine Urkunde.

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