Kreativ-Wettbewerb

»Frozen« als Anregung

DJO in der Endrunde des Deutschen Jugendorchesterpreises

Detmold. Das Detmolder Jugendorchester ist nominiert für die Endrunde des Deutschen Jugendorchesterpreises der Jeunesses Musicales. Dabei geht’s nicht nur darum, ein tolles Konzert zu spielen und sich mit der rein musikalischen Leistung einen der drei Preise zu sichern. Der Wettbewerb ist vielmehr auf längere Sicht angelegt und will junge Musiker und ihre Orchesterleiter animieren, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Die Detmolder Akteure haben sich für ihr Projekt vom Disney-Film »Frozen« inspirieren lassen.

Und dafür gibt’s vom Verband Jeunesse Musicales Deutschland Unterstützung in Form eines Workshops. Die Musiker des Detmolder Jugendorchesters sind in ihrer Vorbereitung auf den Wettbewerb von Stefan Berg zum Thema »Gesundes Musizieren« gecoacht worden. »Ein toller Dozent«, berichtet der musikalische Leiter des Detmolder Jugendorchesters, Florian Wessel. Berg habe Violine und Barockvioline studiert und sei seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Sportwissenschaft und Motologie der Philipps-Universität Marburg.

Die Detmolder Musiker erfuhren von Stefan Berg viel Wissenswertes um den Aufbau des Bewegungsapparates und die Arbeitsweise des Körpers während des Musizierens – »aber schon bald konnten wir in kleineren Übungen selbst erfahren, wie unser Körper und unser Geist auch in aktiven und passiven Phasen dazulernen können«, berichtet Wessel. Die Instrumentalisten lernten, dass Musizieren mit kognitiven und physischen Anforderungen im Hochleistungssport vergleichbar sei und dass der Körper daher vor jedem Musizieren aufgewärmt werden müsse. »Wir absolvierten ein Warm-Up, und Stefan Berg zeigte uns Übungen, die uns fit machen, die Probe gesund und leistungsfähig zu überstehen«, so der Orchesterleiter.

Qualifiziert hatte sich das Detmolder Jugendorchester für den Wettbewerb bereits zuvor, indem die Akteure ihr Konzept für ihr Konzertprojekt eingereicht hatten. »Nordlichter« ist dieses überschrieben und knüpft an den Disney-Film »Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (Frozen)« an. »Die Schüler waren und sind komplett eingebunden in die Kozeption des Programms«, erzählt Florian Wessel.
»Zum Beispiel haben sie Moderationstexte geschrieben, und zwei Schülerinnen werden in den Rollen der Filmfiguren Anna und Elsa durchs Programm führen. Daran arbeiten sie gerade zusammen mit einer Schauspielerin.«

Im Einklang mit dem Motto wird das konzertante Programm nordisch geprägt sein. »Wir spielen auch Titel aus der Filmmusik zu ,Frozen‘, das Gros des Programms wird aber klassisch ausfallen«, sagt Florian Wessel und zählt auf: »Griegs Peer-Gynt-Suite, die Finlandia von Sibelius.« Parallel zu den musikalischen und szenischen Proben arbeite ein weiteres Team gerade an der Bühnen-Deko.

»Letztlich geht es nicht darum, ein Preisgeld zu gewinnen, sondern zu zeigen: Wir sind ein lebendiges Orchester, das gemeinsam etwas schafft«, sagt Florian Wessel. Ein Konzept, das offenbar aufgeht. Schon jetzt hat der Orchesterleiter festgestellt: »Die Schüler sind motivierter und ziehen viel stärker mit als in anderen Arbeitsphasen.«

An deren Ende steht das Kozert. Einer Fachjury der Jeunesse Musicales wird dafür nach Detmold reisen und sich die »Nordlichter« – genau wie die Konzerte der 14 anderen nominierten Orchester – anhören. Die Preise werden für die Gesamtleistung vergeben.

Aufführungen des Programms »Nordlichter« sind am Sonntag, 2. Juli, und am Montag, 3. Juli. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr in der Neuen Aula des Grabbe-Gymnasiums.

veröffentlicht von LZ Online am 24.03.2017 um 08:00 Uhr

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Mit Grüßen aus Weikerheim fing alles an!

Von Florian Wessel

Im Rahmen der Wettbewerbsvorbereitung auf den Deutschen Jugendorchesterpreises 2017 der Jeunesses Musicales wurde das Detmolder Jugendorchester von Stefan Berg zum Thema „Gesundes Musizieren“ gecoacht.

Mit einer Videobotschaft und Grüßen aus Weikersheim, dem Stammsitz der Jeunesses Musicales fing alles an. Die Mitglieder des Detmolder Jugendorchesters hatten sich nach einer kurzen Probe im Musikraum versammelt und lauschten aufmerksam den Ausführungen des Coaches Stefan Berg. Vorerst ging es um den Aufbau unseres Bewegungsapparates und die Arbeitsweise unseres Körpers während des Musizierens, aber schon bald konnten wir in kleineren Übungen selbst erfahren, wie unser Körper und unser Geist auch in aktiven und passiven Phasen dazulernen können.

Wir lernten, dass Musizieren mit kognitiven und physischen Anforderungen im Hochleistungssport vergleichbar sei und dass daher vor jedem Musizieren unser Körper aufgewärmt werden müsse. Wir absolvierten ein Warm-Up und Stefan Berg zeigte uns Übungen, die uns fit machen, die Probe gesund und leistungsfähig zu überstehen. Neben dem „Warm-Werden“ erlebten wir, dass es zudem große Freude macht, sich in der Gruppe auf die Probe einzustellen. Auch Elemente des Cool-Down konnten wir selbst erfahren.

Mit Stefan Berg sandte uns die Jeunesses Musicales einen tollen Dozenten. Herr Berg hat Violine und Barockvioline studiert und ist seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Sportwissenschaft und Motologie der Philipps-Universität Marburg. Regelmäßig ist er mit der Durchführung gesundheitsfördernder und präventiver Maßnahmen im Rahmen der Präventionsprojekte „Musikergesundheit“ mit den Landesjugendorchestern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen betraut.

Das Detmolder Jugendorchester ist nominiert für die Endrunde des Deutschen Jugendorchesterpreises und wird am Sonntag, den 2.7.2017 um 19:30 in der Neue Aula sein Wettbewerbsprogramm „Nordlichter“ aufführen. Eine weitere Aufführung ist am Montag, dem 3.7.2017 um 19:30 in der Neuen Aula des Grabbe-Gymnasiums.

Das Programm wird sehr nordisch anmuten und zauberhaft eisköniglich…