Grabbe-Gymnasium Detmold

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Fahrt nach St. Omer

Küsschen rechts, Küsschen links

Eine Woche lang französische Lebensart

Von Clara Warlich (Text) & Pauline Brandt (Fotos)

Nachdem uns vor den Osterferien unsere französischen Austauschschüler des Lycée Notre Dame de Sion in Detmold besucht hatten, war es nun soweit: Wir, 16 Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau Weege und Frau Tannert, machten uns auf den Weg in unser Nachbarland.

Nach ca. 7 ½ Stunden verkündete unser Busfahrer das Ende unserer Reise. Wir hatten unser Ziel erreicht: Saint Omer, eine Stadt im Norden Frankreichs, etwa 60 Kilometer von Lille entfernt. Empfangen wurden wir von engen Straßen und dem klischeehaften Regen des Nord-Pas-de-Calais.  Nach kurzem Hin und Her betraten wir das eher unauffällige Schulgebäude, in dem uns bald darauf Madame Provence, die französische Deutschlehrerin, und ihre Schüler begrüßten.
Wie für unser Nachbarland üblich natürlich mit ,,Küsschen rechts, Küsschen links”.
 Am Abend befanden wir uns auch schon in unseren Gastfamilien.  Nachdem die ersten sprachlichen Unsicherheiten überwunden waren, klappte die Verständigung ohne Probleme.  Einige Deutsche mussten aber noch bis zum Wochenende warten, um die Familie ihrer Austauschpartner kennen zu lernen. Diese Schülerinnen und Schüler ,,durften” nämlich für die Wochentage das französische Internatsleben auskosten, was für die Beteiligten teilweise ein Schock war.
Am nächsten Tag trafen wir uns alle in der Schule wieder, in der wir kurz darauf herumgeführt wurden. Unsere corres mussten in der Zeit den Unterricht besuchen. Danach fuhren wir alle zusammen zu einer gemeinsamen Draisinentour. Die Fahrt auf den Fahrrad-ähnlichen Fahrzeugen, die auf stillgelegten Eisenbahnschienen rollen, machte trotz der leicht wehenden Brise Spaß. Leider verbesserte sich das Wetter im Laufe des Tages nicht. Der folgende Regen ließ uns alle schmerzvoll an zu Hause denken, wo zur Zeit tropische Temperaturen herrschten. Zum Glück hatte der Wettergott am darauf folgenden Tag mehr Einsicht mit uns. Nachdem wir zwei Stunden französischen Unterricht erlebt hatten, besichtigten wir das Planetarium La coupole, in dem wir uns einen Film in 3D ansahen. Nach einem Mittagessen in der Schulkantine (das Essen war erträglich) fuhren wir mit unseren corres zu einer Gläserei. Leider war es dort unerträglich warm und unerträglich laut. Außerdem dauerte die Führung nur rund 15 Minuten.
Dadurch waren wir gezwungen, uns eine Stunde in der Boutique der Firma aufzuhalten.
Der nächste Tag entschädigte uns für diesen Reinfall in der Gläserei. Wir fuhren ans Meer. Der Strand und die Küste waren wunderschön, und nachdem alle unzählige Fotos gemacht hatten, besichtigten wir eine riesiges Meeresmuseum. Danach ging es zu dem Cap Blanc-nez ( Blanc-nez ,,weiße Nase”).  Uns erwartete auf der einen Seite ein traumhaft schöner Blick ins Landesinnere und zur anderen Seite erstreckte sich das Meer. Wir hatten Glück und konnten dank des Guten Wetters bis zu der Küste Englands sehen.
Das Wochenende verbrachten alle in ihren Gastfamilien.  Diese empfingen uns mit offenen Armen und brachten uns die französische Kultur näher.
 Einige machten einen Abstecher nach Paris, andere fuhren z.B. nach Lille.

Erfüllt von vielen neuen Erfahrungen, nun auch das deutsche Schulsystem schätzend, und mit Souvenirs im Gepäck bestiegen wir am Montag unseren Bus.
Ab dann hieß es: ,,Au revoir St.Omer et au revoir les amis mais à bientôt!”