dokumenta14

Ist das Kunst?

Leistungskurs-Schüler erweitern in Kassel ihren Kunst-Begriff

Von Aila Amiryan

Zugegebenermaßen ist es auf den ersten Blick schwierig, die Kunst in einer  riesigen Metallplatte zu erkennen, die von einem Metallblock in regelmäßigen
 Abständen geschlagen wird und dadurch einen schrecklichen Lärm erzeugt. Wie  jedoch Ernst Fischer bereits sagte: »Die Kunst muss nichts. Die Kunst darf
 alles.« Damit wäre die anfängliche Frage wohl geklärt, obwohl trotzdem noch  viele weitere Fragen offen bleiben.  Diese Eigenschaft hatten viele der Werke und Installationen der documenta14,  welche die beiden Kunst-Leistungskurse des Grabbe-Gymnasiums am 12. September  in Kassel besuchen durften. Im Gegensatz zu den meisten Museen bestand diese aus
 mehreren Ausstellungsorten und schien dadurch ganz Kassel in eine Kunststadt  zu verwandeln.  Man war der Kunst unglaublich nah, da man sie nicht nur mit dem Sehsinn, sondern  teilweise sogar mit dem Hör- und indirekt auch dem Tastsinn erfahren konnte. Von
 der lauten Metall-Installation über eingerolltes und eingerahmtes  Geschenkpapier bis hin zu Scheinwerfern, welche ein Kunstwerk auf die eigene  Haut projizierten, war alles dabei und wurde aufgrund der Vielfalt von vielen  Schülern als unglaublich interessant empfunden.
 Die documenta ist wahrlich etwas, was man mit dem eigenen Körper miterleben muss  und wir bedanken und im Namen des ganzen Kurses dafür, dass wir erneut die  Möglichkeit hatten, eine weitere beeindruckende Austellung zu besuchen und so  unseren Kunstbegriff zu erweitern.