Grabbe-Gymnasium Detmold

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Münster

Picasso macht Eindruck

Exkursion des Kunst-Leistungskurses Q1 in die westfälische Metropole

Von Aila Amiryan

Auch in diesem Halbjahr hatte der Kunst-Leistungskurs der Q1 unter der Leitung von  Frau Niehus-Berkemann wieder die Chance, eine ganztägige Exkursion in eine  Großstadt in NRW zu unternehmen. Diesmal waren auch Frau Büker und der Grundkurs von Herrn Jerusalem an Bord.

 Wir starteten am 2. März mit einem Bus, der morgens an der Schule auf uns  wartete. Von da aus fuhren wir vorbei an Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück in  Richtung Münster. Dort angekommen, ging es zu Fuß weiter, da aufgrund der guten
 Lage alles super ohne Verkehrsmittel zu erreichen war.

Den Leistungskurs zog es zuerst in das Picasso-Museum, um dort eine Führung und  einen Workshop mitzumachen, in dem jeder seinen »inneren Picasso« wecken konnte.  Dieses Museum ist außerdem eines der wenigen, das den Namen des Künstlers tragen  darf, da alles, was in seinem Namen geschieht, streng überwacht wird. Es war ein  überwältigendes Gefühl, ausschließlich von Bildern Picassos umgeben zu sein,  besonders dann, wenn man überlegt, wie hoch der Wert jedes einzelnen Werkes  liegt.

Was dieses Museum von den bisher besuchten unterscheidet, ist definitiv das, was man durch die Gemälde, Fotografien etc. durch den Künstler erfährt.  Alles, was er je kreiert hat, ist wie eine Seite seines Tagebuchs, in dem er alle  seine Gefühle, Empfindungen, Liebschaften, Freunde usw. verewigte. Auch  durch Fotos von Picasso, die die damaligen Fotografen geschossen haben, konnte
 man viel über ihn und seinen Charakter erfahren. Was dabei am deutlichsten
 hervorkam, war sein kindlich-unbeschwerter, lockerer und einladender Umgang
 mit den Menschen. Auch seine Macho-Seite konnte man besser kennenlernen, was
 dazu geführt hat, dass man Pablo Picasso nicht nur als Picasso, sondern auch als
 Menschen selbst wahrnehmen konnte. Ich denke, dass jeder einzelne von uns
 unglaublich begeistert von alldem war, was man aus diesem Museum mitnehmen
 konnte.

 Nach einer kurzen Pause haben wir uns anschließend auf den Weg in das LWL Museum
 für Kunst und Kultur gemacht, wo wir uns eine Ausstellung der Werke Henry Moores
 angeschaut haben. Auch dies geschah im Rahmen einer Führung, für die wir sogar
 mit Headsets ausgestattet wurden. Der Leiter erzählte uns viel über die
 Techniken und Skulpturen von Henry Moore, die alle einen engen Draht zur
 Natur hatten. Man konnte viel über sein Inneres erfahren, da er dadurch, dass er
 von 1898 bis 1986 gelebt hat, zwei Weltkriege miterlebt hat. Dies hatte einen
 sehr großen Einfluss auf seine Arbeiten, da er selbstverständlich von allem,
 was er gesehen und gespürt hat, beeinflusst wurde und versucht hat, seine
 Erfahrungen in vielen seiner Werke zu verarbeiten.

 Da viele von uns am Ende sehr erschöpft waren, hatten die meisten nach der Führung
 keine Kraft mehr, um sich weiter in dem Museum umzuschauen, obwohl unglaublich
 interessante Sammlungen ausgestellt wurden. Nach der Mittagspause, die die
 meisten mit Essen verbracht haben, wurden beide Kurse wieder vereint, um
 gemeinsam die Rückfahrt antreten zu können. Da alle pünktlich am vereinbarten
 Treffpunkt ankamen und es keinen Stau oder Ähnliches gab, der uns die Fahrt erschwert hätte,
 haben wir es zur vorgesehenen Zeit wieder nach Hause geschafft und hatten so die
 Chance, unsere Erlebnisse des Tages daheim in Ruhe zu verarbeiten.

* * * * *

Foto: Die Schüler haben in dem Workshop ein Druckexperiment durchgeführt, wobei sie auf dünne Styroporplatten zuvor in der Ausstellung gesammelte Umrisszeichnungen eingedrückt und dann als Hochdruck zu Papier gebracht haben.